Peter Dempf

Peter Dempf

 

Geboren 1959 in Augsburg. Er studierte Germanistik und Geschichte. 

Seit 1983 schreibt er Rundfunkbeiträge, Drehbücher, Romane, Erzählungen, Lyrik und Sachbücher vor allem zu historischen Themen. 

1989 erhält er den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg für Literatur. Einen durchschlagenden Erfolg erzielte Dempf mit seinem Bestseller "Das Geheimnis des Hieronymus Bosch", der den Autor auch überregional bekannt machte. 

2001 wird Dempf der Kunstpreis des Landkreises Augsburg verliehen. "Seine Romane sind lebendige Beiträge zu einer Kunstgeschichte, die dem Leser Vergangenes nahe bringe und es ihm möglich mache, das früher Geschehene gleichsam als gegenwärtig zu erlegen", so die Beurteilung der Fachjury. Der Kunstpreis wird jährlich an Künstler unterschiedlicher Sparten verliehen.

Peter Dempf über sich selber (nachzulesen im Programmheft des Augsburger Theaters bei Ulrich Schwarz) - ich habe die Erlaubnis bekommen, auch das in meiner Homepage zu veröffentlichen:

 

Warum ich schreibe

Geboren wurde ich 1959 in einem Augsburger Vorort zwischen sozialen Randgruppen. Die ersten zehn Jahre war ich mit Indianerspielen, Bandenkriegen und Karl-May-Lesen beschäftigt. Letzteren gab ich mir intravenös und entwickelte mich zu dem süchtigen Leser, der ich immer noch bin. Warum gerade ich aufs Gymnasium geschickt wurde und dort Abitur machte, weiß ich bis heute nicht. In einer Empfehlung der 6. Klasse stand jedenfalls: "Nur für die Realschule geeignet!" Bereits mit etwa 12 Jahren begann ich mit ersten Schreibversuchen. Auf dem Dachboden unseres Hauses fand ich einige Rolf-Torre-Abenteuergeschichten, eine Art Heftchenroman. Sie waren zerfleddert, so dass
Anfangs, End- und Zwischenseiten fehlten. Ich habe sie ergänzt und die Geschichten Freunden vorgelesen.

Der sicheren Banklehre konnte ich nur dadurch entgehen, dass ich nach der 11. Klasse meine Ausbildung selbst in die Hand nahm, mich selbstständig machte und mit Gelegenheitsjobs Geld verdiente. In diesem Jahr starb mein Vater.

Die Laufbahn eines Akademikers betrat ich in Augsburg, an einer kleinen Universität, an der Dozenten lehrten, die viele Freiheiten zum Selbststudium ließen. So verordnete ich mir ein Studium Generale quer durch die Wissenschaften, besuchte Vorlesungen in München und Mannheim und schaffte irgendwie die beiden Bayerischen Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in Deutsch, Geschichte und Sozialkunde. In dieser Zeit begann meine Arbeit als Schriftsteller. Dem Bayerischen Rundfunk gefielen meine Sendebeiträge zur Kulturgeschichte, der Stadt Augsburg meine Erzählungen und Gedichte, dem Klett-Verlag meine Unterrichtsentwürfe. 1989 erhielt ich den Literaturpreis der Stadt Augsburg. Eine kurze Zeit der Orientierung nach dem zweiten Staatsexamen führte mich durch verschiedene Berufe: Dozent für Deutsch als Fremdsprache, Trainer für Körpersprache und Rhetorik für Industriebetriebe, Bereich Verkaufstraining, freier Schriftsteller, Europareisender. Dadurch lernte ich nicht nur die sogenannte Freie Wirtschaft, sondern auch Nordeuropa ausgiebig kennen. Nach Heirat und Geburt meines ersten Sohnes trat ich in ein Bürgerliches Fahrwasser ein, wurde Angestellter für Bildungsfragen und wechselte schließlich in den gymnasialen Lehrberuf. Seither bin ich Bildungsvollzugsbeamter für Deutsch, Geschichte und Sozialkunde an einem städtischen Münchner Gymnasium, residiere mit meiner Frau und vier Kindern in Stadtbergen bei Augsburg und verschönere mir den Alltag damit, Geschichten zu erfinden und aufzuschreiben.

Warum ich schreibe? Weil ich wie in meinem Leben die Dinge gerne selbst in die Hand nehme. Die wahren Geschichten liegen hinter den spröden Ereignissen einer verordneten Wissenschaft. Ich spüre gerne Lücken auf und suche Puzzleteile, die in diese Lücken passen. Die dabei entstehenden Geschichten sollen nicht nur wahrscheinlich sein, sondern auch unterhaltend spannende neue Blicke auf die Historie bieten.

Natürlich habe ich auch Vorbilder, die sowohl in der englischsprachigen als auch in der deutschsprachigen Literatur liegen. Ken Follet gehört ebenso dazu wie Lion Feuchtwanger und Franz Werfel, Helmut Krausser und der Italiener Umberto Eco. Ich bevorzuge eine leichte Sprache. Die Romane sollen nicht nur spannende Lektüre bieten und damit unterhalten, sondern Wissen vermitteln und einen fundierten Zugang zu den geschilderten Zeiten ermöglichen. Ich pflege also eher die britische Einstellung zur Literatur, die nicht die unsinnige Unterscheidung zwischen E- und U-Literatur erzwingt, sondern zwischen beiden vermittelt.

 

Peter Dempf hat inzwischen eine eigene Homepage:

www.peter-dempf.de

Alle seine bisher erschienenen Werke sind da aufgezählt. Auch ein online-shop zum Bestellen der Bücher ist eingerichtet.

 

Mein absolutes Lieblingsbuch ist:

Magritta, Selbstmord einer Schülerin
Magritta hat sich das Leben genommen. Die achtzehnjährige Münchener Schülerin ist aus dem Fenster gesprungen. Holger Kränz, der Vertrauenslehrer, denkt nach. Was weiß er über sie? Warum ist sie gesprungen? Er beginnt die Schule mit anderen Augen zu sehen. Peter Dempf gelingt mit diesem Schulroman eine stimmige Schilderung und eine beunruhigende Bestandsaufnahme.

Dieses Buch haben wir bei einer Lesung von Peter Dempf kennengelernt. Er erklärte uns auch, wie dieses Buch entstanden ist. Die Geschichte hat er selber erlebt. Die tragische Tat dieser Schülerin fand in dem Gymnasium, in dem er unterrichtet, statt.

Die anschließende Diskussion mit uns, den Zuhörern, war geprägt, unter anderem, auch von den Erfurter Geschehnissen. Auch das war ein Selbstmord, wie Peter Dempf zu verstehen gab. Der Erfurter Täter hat aber auch noch andere in den Tod mitgerissen.

Wir waren uns einig, dass bei der Größe der Klassen ein Lehrer/Schüler Verhältnis schwer aufkommen kann. Du kannst dich nicht mehr um den einzelnen Schüler so kümmern, wie du es gerne möchtest. Aber auch allgemein - es wird oft nur weggesehen, anstatt Signale, die von einem betroffenen Menschen ausgehen, zu erkennen. Ich habe an diesem Abend viel mitgenommen. Da es nur ein kleinerer Zuhörerkreis war, konnten wir den Menschen Peter Dempf besser kennen lernen.

Interessant ist auch:

Sagenhaftes Augsburg - Geschichten einer Stadt
Dreißig spannende und geheimnisvolle Sagen rund um historische Figuren, Sehenswürdigkeiten und Straßen Augsburgs. Zwar sind Wertachbrucker Tor, Perlachturm oder St. Ulrich für die alteingesessenen Augsburger nichts neues mehr. Doch wer weiß schon, dass der Perlachturm am 1.Mai1471 in einem Orkan geschwankt haben soll, Oder dass dieser bis 1813 eine Glocke besaß, die zu Hinrichtungen geläutet wurde? Bei der Entdeckungsreise durch die Stadtgeschichte begegnet man auch Altbekannten wie Afra, Agnes Bernauer und Philippine Welser. Ein Lageplan der Schauplätze der einzelnen Geschichten ist ebenfalls abgedruckt und dort, wo die Geschichten eine nachgewiesene historische Grundlage besitzen, wurden Erläuterungen angefügt. "Sagenhaftes Augsburg ist kein Stadtführer im herkömmlichen Sinne, sondern eine unterhaltsame Lektüre, die pures Lesevergnügen verspricht.

Ich brauche wohl kaum zu erwähnen, dass dieses Buch auch ein perfektes Geschenk für "ausgewanderte" Augsburger ist. Ich habe es auch schon öfter verschenkt, ist immer gut angekommen.

Mondträume - Der Japangarten - ein kleines, aber feines Heft mit lyrischen Texten und liebevoll gestalteten Bildern von Ute Jung und Armin Hahner. So stelle ich mir einen Japangarten vor.

 

Ein sehr empfehlenswertes Kinderbuch:

Ein Traumfänger für dich. (Kinderbuch) Dieses Buch wird sogar mit einem Traumfänger geliefert. Auch die Bastelanlei-tung dazu fehlt nicht.

Die CD zum Buch erscheint mit der Geschichte und wunder-schönen Liedern.

Ich selber habe das Buch und die CD für meine Enkel gekauft, die auch noch das Vergnügen hatten, bei der Präsentation des Buches dabei zu sein. Wirklich mit sehr viel Liebe gestaltet!

 

 

Diese Bücher gibt es alle auch bei buecher.de versandkostenfrei oder bei libri.de (ab 20€ versandkostenfrei) zu kaufen.